Was bisher geschah


October 29th, 2008

In der Buchbox auf der Danziger Straße thronte das gestern auf heute zehn Uhr bestellte Buch zuverlässig auf einem Stapel mich nicht interessierender anderer Bücher. Die kompetente und gute Buchhändlerin händigte es mir mit ein paar unbanalen freundlichen Worten ein, und in meiner hervorragenden tollen Laune noch aus dem Cookies, knapp drei Stunden her, mußte ich nur die Straße überqueren und mich lediglich den Weg die Treppe hinauf zu mir noch ein wenig zügeln, bis ich dem bestellten Buch endlich seine extradicke bessere Folie vom Leib reißen konnte. Die ersten Seiten sind einmal nicht in diesem Bloggerplauderton gehalten, den ich nicht mag. Mit dieser Feststellung kochte ich Kaffee. Der Duft des fürs Handfiltern frisch gemahlenen Kaffees weckte widerum meinen Gast aus Düsseldorf, Halbschwabe, der angezogen und gekämmt aus demjenigen Zimmer meiner Zweiraumwohnung trat, das ich Gästezimmer nenne. Der Kaffee widerum roch so gut, weil ich ihn ganz frisch von Impala an der Kreuzung Eberswalder Straße geholt hatte, eine keniatische Bohne mit Wurst und Gemüsenoten. Überaus kompetent, gut und zuverlässig muhl die Kameradin Franchisenehmeringeschäftsführerin dort den Kaffee, wie verabredet freundlich mit der jungen Dame in der Buchhandlung, wo blieb da die notorische Nickeligkeit, die einem sonst morgens angeblich überall entgegenweht? Weil mein Freund aus Düsseldorf jetzt aber wach war, konnte man ihm den frisch aufgebrühten Kaffee nicht verwehren. Ich konnte das bestellte Buch nicht einfach weiterlesen und ihn stumm am Kaffeetisch sitzen lassen mit seinem aufgeweichten Hirn. Doch er zeigte sich willens, mich ihm den Anfang vorlesen zu lassen. Schnell war die Stelle erreicht, bis zu der ich vor dem Kaffeekochen gekommen war, so daß es ab da kein Ver- und Vorlesen mehr war, sondern Lautvorlesen und Lautvorgelesenesverlautenlassen.  Das haben wir also geklärt, die Einleitung steht, denn jeden Augenblick kommt mein Gast von seiner Verabredung mit seiner siebzehnjährigen Tochter zurück, die er in Berlin besucht, und ich konnte ihn daher noch nicht fragen, ob er hier vorkommen will und ich sein Familienleben ans Licht zerren darf. Wenn er wiederkommt, nimmt er mich beim Lesen des unbekannten Textes auf, und anschließend wird das ganze hier auf dieser Seite gepostet. Diese Zusammenhänge sind nötig, um zu verstehen, daß es sich gleich nicht um ein Vorlesen eines Textes handelt. Wenn ich den mir unbekannten Text lese, ist es ein bloßes Selberlesen und im Grunde Verlinken des abgeholten Textes. “What are you doing?” – Ich lese gerade das erste Buch von…